Zu den Äußerungen des Kardinalstaatssekretärs des Vatikans Tarcisio Bertone in der Debatte um pädophile Missbrauchsfälle innerhalb der katholischen Kirche erklären der Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen in der Berliner SPD (Schwusos) André Rostalski und der Beisitzer im Schwusos-Landesvorstand und Mitglied des Abgeordnetenhauses Markus Pauzenberger:
"Es ist zutiefst bedauerlich, dass die Spitze der katholischen Kirche weiter versucht, von ihrer Verantwortung an den schlimmen Missbrauchsfällen abzulenken. Mit seinen menschenverachtenden Schuldzuweisungen schadet der Kardinalstaatssekretär des Vatikans der katholischen Kirche. Er diffamiert und spaltet, anstatt aufzuklären und zu versöhnen. Zugleich unterstützt er unmenschliche Staaten in Ihrem Bestreben, Hass gegenüber Homosexuellen zu schüren und Gewalt, die bis zum Tode führt, auszuüben.
Dass nun Homosexuelle zur Zielscheibe des Vatikans auserkoren werden und damit 5 bis 10 % der Bevölkerung pauschal als Kinderschänder bezeichnet werden, ist widerlich. Wir finden es unerträglich, dass der Vatikan Homosexualität mit einer psychischen Krankheit und der aktuellen Missbrauchsdebatte in Verbindung bringt.
Wir rufen die katholische Kirche in Deutschland daher auf, sich von den Äußerungen Bertones zu distanzieren."
Antwort der Apostolischen Nuntiatur auf ein Schreiben von André Rostalski zu den Äußerungen von Tarcisio Bertone
Veröffentlicht am 15.04.2010
Zur Entscheidung des Berliner Senats eine Initiative auf Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule in den Bundesrat einzubringen erklärt der Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen in der Berliner SPD (Schwusos) André Rostalski:
"Wir begrüßen ausdrücklich die Initiative des Berliner Senats und rufen alle Bundesländer auf, diesem Antrag, bei den Beratungen im Bundesrat, zuzustimmen. Nicht zuletzt die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes im vergangenen Sommer hat gezeigt, dass eine Ungleichbehandlung von eingetragenen Lebenspartnern/-innen gegenüber Eheleuten ungerechtfertigt ist. Die schwarz-gelbe Bundesregierung, unter Mitwirkung der Bürgerrechtspartei FDP, hat es immer noch nicht vermocht, diese Entscheidung umzusetzen.
Es freut uns daher sehr, dass Berlin wieder einmal Vorreiter für die Rechte von Lesben und Schwulen ist.
Mit der Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule wäre es ohne komplizierte Gesetzgebungsverfahren möglich endlich Schluss mit der Ungleichbehandlung zu machen."
Kontakt:
André Rostalski
Andre.Rostalski(at)spd-online.de
Telefon: 0151/21 22 22 17
Veröffentlicht am 01.04.2010
Die Landesvollversammlung der AG Schwusos Berlin hat am 25. März einen neuen Landesvorstand gewählt.
Nach 8 Jahren ist die Vorsitzende Kirstin Fussan nicht mehr zur Wahl als Landesvorsitzende angetreten.
Ihr Nachfolger ist der 27-jährige André Rostalski, stellvertretender Bundesvorsitzender des AK Schwusos und Beisitzer im Kreisvorstand der SPD Treptow-Köpenick.
Zu seinen Stellvertreter/innen wurden Laura Giannini (Reinickendorf), Pascal Kaun (Marzahn-Hellersdorf) und Tobias Kersten-Bittner (Charlottenburg-Wilmersdorf) gewählt. Schriftführerin ist Susan Witzig (Pankow).
Die weiteren Mitglieder des Landesvorstandes sind:
Beisitzer/innen
Fred Bressem (Friedrichshain-Kreuzberg),
Toni Karge (Mitte),
Christian Meyerdierks (Friedrichshain-Kreuzberg),
Daniel Moll (Pankow),
Markus Pauzenberger (Mitte)
Alexandra Wüstenberg (Charlottenburg-Wilmersdorf)
Als Kreisvorsitzende oder Kreisvertreter/innen wurden bestätigt:
Anne Bohnet (Mitte)
Stefan Kirmse (Pankow)
Katrin Noetzel (Marzahn-Hellersdorf)
Michael Pöhlmann (Friedrichshain-Kreuzberg)
Hermann Zeller (Tempelhof-Schöneberg)
Stan Zornow (Steglitz-Zehlendorf)
Veröffentlicht am 26.03.2010
SPD Marzahn-Hellersdorf gründet Arbeitsgemeinschaft für Lesben und Schwule (Schwusos)
Jeder Mensch besitzt vor dem Gesetz die gleichen Rechte. So verlangt es zumindest der Art. 3 Abs. 3 unseres Grundgesetzes. Nicht zuletzt durch den regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, geht durch die Bundeshauptstadt immer wieder der Impuls aus, Lesben, Schwule, Transgender, Bi- und Intersexuelle in die Gesellschaft besser zu integrieren.
Auch die vor genau einer Woche gegründete Arbeitsgemeinschaft für Lesben und Schwule der SPD Marzahn-Hellersdorf hat es sich zum Ziel erklärt, für mehr Akzeptanz und Toleranz zu kämpfen.
Nach dem Motto „Für Vielfalt statt Einfalt“ möchten sich die Mitglieder der AG für alle Betroffenen einsetzen. „Wir wollen für alle Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und Intersexuellen ein politisches und gesellschaftliches Sprachrohr sein“, so Pascal Kaun, der Vorsitzende der AG. „Niemand muss Angst vor seiner eigenen sexuellen Identität haben, gesellschaftliche Missbilligung und politische Benachteiligung fürchten oder erwarten“.
Veröffentlicht am 23.02.2010
Zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember erklärt der Bundesvorsitzende der Lesben und Schwulen in der SPD (Schwusos) Ansgar Dittmar:
"Die Zahl der HIV-Neuinfektionen liegt in diesem Jahr in Deutschland stabil bei ungefähr 3.000. Damit haben wir eine der niedrigsten Neuinfektionsraten. Dennoch ist die Zahl der Menschen, die sich in Deutschland mit dem AIDS-Virus infizieren im Vergleich zu früher bedenklich hoch. Noch immer ist AIDS nicht heilbar! Neue Therapiemöglichkeiten und erste Impfungen dürfen darüber nicht hinwegtäuschen. Wir brauchen einen umfassenden Aktionsplan zur Aufklärung und Prävention. Dies betrifft homosexuelle Männer im Besonderen. Denn sie gehören zur größten Gruppe unter den Neuinfizierten. Hier bedarf es daher einer noch besseren und wirkungsvolleren Aufklärung. Gerade an einem weltweiten Gedenktag wie dem 1. Dezember müssen wir die gefährliche Krankheit AIDS sowie die Folgen einer Infizierung wieder ins Bewusstsein der Menschen rufen."
Veröffentlicht am 01.12.2009